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ChatGPT Ads kommen: was Unternehmen jetzt wissen sollten

Dauer 2 min. lesezeit

Werbung in ChatGPT klingt auf den ersten Blick nach einer weiteren Meldung im KI-Hype. Neues Feature, große Schlagzeilen, viel Spekulation. Die naheliegende Reaktion vieler Marketingverantwortlicher: erst mal beobachten.

Das ist verständlich – aber riskant.

Denn ChatGPT Ads sind weniger ein neuer Kanal als ein Signal dafür, wie sich Entscheidungsprozesse gerade verändern: weg von klassischer Suche, hin zu dialogischer Problemlösung. Weg von Keywords und Klicks, hin zu Kontext, Abwägung und Vertrauen. Im Folgenden zeigen wir, warum ChatGPT Ads mehr sind als nur ein neues Werbeformat, wie sie sich grundlegend von Google Ads unterscheiden – und warum Unternehmen sich jetzt damit beschäftigen sollten.

Die wichtigsten Fakten

ChatGPT Ads

OpenAI testet Werbung aktuell ausschließlich in den USA. Anzeigen werden nur Nutzern des kostenlosen Plans sowie des günstigen „Go“-Abos ausgespielt. Bezahlte Varianten wie Plus, Pro, Business oder Enterprise bleiben werbefrei. Nutzer unter 18 Jahren sehen keine Werbung.

Ein zentrales Versprechen von OpenAI ist die strikte Trennung von Werbung und KI-Antworten. Anzeigen sollen keinen Einfluss auf die generierten Inhalte haben. Möglich machen soll das ein sogenannter „Air Gap“: Während ChatGPT eine Antwort formuliert, weiß das Modell nicht, welche Anzeige später ausgespielt wird. Ziel ist es, Schleichwerbung und inhaltliche Verzerrungen zu verhindern.

Gesprächsinhalte werden nicht an Werbetreibende weitergegeben. Anzeigen erscheinen ausschließlich ober- oder unterhalb der Antworten, klar gekennzeichnet und visuell abgegrenzt. Nutzer können personalisierte Werbung deaktivieren und Werbedaten einsehen oder löschen.

Offen bleibt die Frage des Jugendschutzes bei nicht eingeloggten Nutzern. Vermutlich setzt OpenAI hier auf konservative Heuristiken – im Zweifel dürfte jedoch gelten: lieber keine Anzeige als die falsche.

Wichtig für Unternehmen: Wir befinden uns in einer Testphase. OpenAI sammelt Feedback, passt an und entscheidet erst danach über eine breitere Skalierung. Jetzt ist nicht der Moment, um Budgets zu verschieben – sondern um vorbereitet zu sein.

Zwei Systeme. Zwei Denkmodelle.

Google Ads vs. ChatGPT Ads

Der Vergleich zwischen Google Ads und ChatGPT Ads liegt nahe, führt aber schnell in die Irre, wenn man ihn zu oberflächlich führt. Denn hier treffen nicht zwei Werbeformate aufeinander, sondern zwei grundsätzlich unterschiedliche Logiken, wie Nachfrage entsteht und Entscheidungen getroffen werden.


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